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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Freitag, 18.10.2019

Kein Anspruch gegen die Unfallversicherung - Posttraumatische Belastungsstörung eines Ersthelfers wird nicht als "Wie-Berufskrankheit" anerkannt

Die Unfallversicherungsträger müssen eine Krankheit, die nicht in der Rechtsverordnung bezeichnet ist oder bei der die dort bestimmten Voraussetzungen nicht vorliegen, wie eine Berufskrankheit als Versicherungsfall anerkennen, sofern im Zeitpunkt der Entscheidung nach neuen Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft die Voraussetzungen erfüllt sind.

Das LSG Hessen entschied im Fall der psychischen Erkrankung eines Ersthelfers, dass dieser jedoch keinen Anspruch gegen die Unfallversicherung hat (Az. L 3 U 145/14). Für die Anerkennung einer posttraumatischen Belastungsstörung als Wie-Berufskrankheit fehle es an einem generellen Ursachenzusammenhang.

Berufskrankheiten seien zwar wie Arbeitsunfälle Versicherungsfälle der gesetzlichen Unfallversicherung. Eine Anerkennung als Wie-Berufskrankheit komme dann in Betracht, wenn eine Erkrankung – wie z. B. eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – nicht in die Verordnung als Berufskrankheit aufgenommen sei, aber aufgrund neuer Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft die Voraussetzungen für eine Aufnahme vorlägen. Wissenschaftliche Erkenntnisse dafür, dass allein die wiederholte Erfahrung von Ersthelfern mit traumatischen Ereignissen bei anderen Personen generell ursächlich sei, eine PTBS zu verursachen, bestünden jedoch nicht.

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